Botschaft der Republik Belarus
in der Bundesrepublik Deutschland
   

Pressemitteilung Nr. 27
Berlin, den 7. Juli 2009

Festliche Veranstaltungen zum Nationalfeiertag
der Republik Belarus in Minsk stattgefunden

Am 3. Juli d.J. wurde in der belarussischen Hauptstadt Minsk eine Reihe von Veranstaltungen aus Anlass des Nationalfeiertages der Republik Belarus – des Tages der Unabhängigkeit durchgeführt. Dieses Datum wird in Belarus als Tag der Befreiung des Landes von der faschistischen Besatzung gefeiert, das sich in diesem Jahr zum 65.Mal jährt. Neben den traditionellen Kranzniederlegungen und der Militärparade fand am Vorabend des Jubiläums eine Festsitzung statt, an der der Präsident der Republik Belarus A.Lukaschenko teilgenommen hat.

In seiner Ansprache unterstrich das Staatsoberhaupt, das Belarus, indem es die Lehren der Geschichte nicht in Vergessenheit geraten lasse, alles dafür tue, um nicht erneut zum Schauplatz der kriegerischen Auseinandersetzungen bzw. zur Scheidemünze der geopolitischen Konflikte zu werden.

Auf einige Aspekte der Außenpolitik des Landes eingehend, wies er ausdrücklich darauf hin, dass das unabhängige Belarus sich aktiv nur an solchen zwischenstaatlichen Allianzen beteiligen werde, die auf gegenseitige Achtung, gleichberechtigte Beziehungen und gemeinsame Ziele bauen, und nicht auf Diktat, Monopolrecht oder Erpressung.

Es sei durch unsere Geschichte prädestiniert, dass Belarus eine Brücke zwischen Ost und West darstelle, so der Präsident. Jegliche Konjunktur und der Wunsch, Freundschaften gegen jemanden zu schließen, seien den Belarussen fremd. Daher habe das Land gute Kontakte nicht nur zu den traditionellen Partnern, sondern auch arbeite eng mit zahlreichen Ländern aus allen Regionen der Welt zusammen, hob A.Lukaschenko hervor.

Das Staatsoberhaupt erklärte, dass Russland nach wie vor strategischer Partner für Belarus bleibe. Dabei unterstrich er, dass andererseits die pragmatische Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten fortgeführt werde.

Nach Auffassung des Präsidenten sollten heute für alle Europäer die Hauptziele darin bestehen, gemeinsam neuen Herausforderungen gerecht zu werden, zur Lösung der globalen Wirtschafts- und Finanzprobleme beizutragen, bei der Bekämpfung von Terrorismus, Menschen- und Drogenhandel zusammenzuwirken.

Dabei wäre es hochmütig und unproduktiv zu glauben, das der eine Entwicklungsweg in Europa der einzig richtige sei.

ei der geografischen Erweiterung Europas sollte der Wunsch nicht verloren gehen, die anderen Völker und ihre nationalen und kulturellen Besonderheiten und die sich herausgebildeten Traditionen zu verstehen. Nach der Meinung von A.Lukaschenko, müsse man heutzutage mehr Aufmerksamkeit dem Inhalt und nicht dem formellen Rahmenprozess schenken.